Wie du den Verlust eines lieben Menschen verarbeitest – 8 Tipps für einen Überlebenstanz mit dem Tod

Ich habe zwei wunderbare Freundinnen, die ich seit vielen Jahrzehnten kenne.

Unsere Lebenswege sind eng miteinander verwoben und verlaufen in einer wunderbaren Schwingung.

Wir sind Schwestern im Geiste.

Wir sehen uns nicht so oft, aber unser Miteinander ist dennoch sehr intensiv.

Geprägt von einem tiefen Verständnis füreinander.

Ich wünsche jeder Frau solche Freundinnen, denn sie schickt der Himmel.

Als die Mutter der einen Himmelsfreundin starb, habe ich mir überlegt, welche Tipps ich geben kann, um eine solche unermesslich schmerzhafte Trauer zu überleben.

Tipp 1 Höre nicht auf andere, nur auf Dich selbst

Es gibt viele wohlgemeinten Phasenmodelle, die aufzeigen, welche Trauerphasen Du durchläufst (zum Beispiel Verneinung, Wut, Aggression)

Es kann sein, dass es Dir so geht, muss aber nicht.

Tipp 2 Weine, soviel Du willst

In unserer Gesellschaft gibt es keine festen Rituale mehr.

Früher, in meinem Rhöner Dörfchen, war alles genau vorgeschrieben: das Trauerjahr, die schwarze Kleidung, die Lethargie.

Lautes Wehklagen, bekannt aus anderen Kulturen, war früher eher verpönt.

Ich halte Weinen aber für sooo befreiend und es wäscht den Schmerz ein bisschen von Deiner Seele.

Tipp 3 Hole Dir Hilfe

Sag den Menschen um Dich herum Bescheid, wenn Du Hilfe brauchst.

Sie können das nicht wissen.

Oft haben Menschen in deinem Umfeld eine große Hemmschwelle, denn keiner weiß so genau, wie er/sie mit dem Tod oder den Trauernden umgehen soll.

Tipp 4 Überdenke Dein Weltbild

Mir hilft mein christliches Weltbild, ich werde meine Lieben wiedersehen.

Ich fühle sie auch noch hier auf Erden und weiß, dass Sie durch meine Gedanken immer bei mir sind.

Das tröstet mich und gibt mir Hoffnung.

Tipp 5 Gestatte Dir den für dich richtigen Trauerzeitraum

Du allein weißt, wie groß Dein Verlust ist.

Du allein fühlst, wenn die Trauer ein bisschen ihren Klammergriff von Deiner Seele lockert.

Tipp 6 Gestatte Dir, in der Vergangenheit zu leben

Die Bilder und Gefühle von Deiner Zeit mit den Verstorbenen werden Dich lange begleiten.

Genieße die Gedanken und verurteile Dich nicht.

Irgendwann wirst Du wieder im Hier und Jetzt leben können.

Tipp 7 Lasse auch in der Gegenwart Raum und Zeit für deine Trauer

Irgendwann bist Du soweit: Du lebst im Hier und Jetzt und genießt die Gegenwart.

Die Trauer ist noch da, aber nicht mehr 24 Stunden am Tag.

Schaffe Dir Orte und Rituale, die Dir helfen.

Tipp 8 Sei dankbar

Wenn die traurigen Gedanken kommen, hilft es mir, sie in tiefe Dankbarkeit zu verwandeln.

Ich bin dankbar für das, was ich durch den verstobenen Menschen gelernt habe auf dieser Welt.

Jeder Mensch hat seine Gaben und Aufgaben in diesem Erdendasein.

Der/die Verstorbene hat Dir eine Menge geschenkt.

Setz die richtige Brille auf, um das zu erkennen.

Das ist der Weltenlauf: für jede freudige Geburt müssen wir die Trauer des Todes miteinplanen.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du am Tod nicht verzweifelst, sondern lernst, mit ihm zu tanzen!

Deine Frieda

 

 

 

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